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Informationsdienst des Netz-werkausschusses Beruf und Weiterbildung des DVV 1 / 99
7. Jahrgang
12.07.99
Inhaltsverzeichnis Herausgeber:
Deutscher Volkshochschul-Verband e.V.
Koordinierungsstelle des DVV-Netzwerks Beruf & Weiterbildung

Hansaallee 150
60320 Frankfurt
Tel.: 069/95626-182,-282 Fax: -283
Email:
passens@dvv-netzwerk.de
Internet:
www.dvv-netzwerk.pair.com
Verantwortlich: Bernd Passens
Der Infodienst erscheint in unregelmäßigen Abständen mit vier Ausgaben im Jahr.


Editorial und Aktuelles aus dem Netzwerk

Im Mittelpunkt der Arbeit des Netzwerks in der ersten Jahreshälfte 1999 standen zwei Projekte.

Zum einen wurde in Kooperation mit dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband das Projekt Onlinebanking zu Ende geführt. Die Ergebnisse können sich aus Sicht der VHS sehen lassen. Zum einen können VHS über die Netzwerkkoordinierungsstelle einen Lernzielkatalog und Kursbegleitmaterialien anfordern (Lieferung ab August 99). Das Onlinebanking Starterset für VHS enthält aber nicht nur Lernmaterialien, sondern auch eine Fülle attraktiver Banking-Software (z.B. Star Money), die VHS zum Nulltarif nutzen können. Im Zusammenhang mit dem Projekt haben auch große Internetprovider (z.B. Telekom und AOL) attraktive Onlinepakete für VHS geschnürt. (Siehe hierzu auch).

Auf große Resonanz stieß die Fachbereichskonferenz Berufliche Bildung, die das DVV-Netzwerk in Kooperation mit dem Bayerischen VHS-Verband, dem VHS-Verband NRW, dem DIE e.V., dem Landesinstitut für Schule und Weiterbildung (NRW) und dem Sparkassen- und Giroverband durchführte. An der Tagung nahmen mehr als 130 Personen teil. Neben dem offiziellen Tagungsprogramm, in dem mehr als 30 Referenten über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Beruflichen Bildung informierten, stieß die eigens für die Veranstaltung konzipierte Messe auf großes Interesse. Auf besondere Aufmerksamkeit der Teilnehmenden stieß das Onlineprojekt der VHS Ulm () und die Vorstellung der neuen Version der VHS CD Online Collection 2.0. Wir hoffen, daß wir nicht erst in zwei Jahren die nächste Konferenz veranstalten können. Die Teilnehmenden jedenfalls waren sich einig: Der bundesweite Austausch zwischen VHS sollte öfters stattfinden.

Im ersten Halbjahr 1999 wurde zudem auch die Überarbeitung der bundesweiten CAD-Lehrgänge abgeschlossen. Ab August 1999 können VHS über die Netzwerkkoordinierungsstelle die aktuellen CAD-Lehrgangskonzeptionen abrufen.


Telelernprojekt der VHS Ulm

Auf der bundesweiten Fachbereichskonferenz zur beruflichen Bildung in Soest stellte Achim Puhl, Fachbereichsleiter der VHS Ulm, ein Telernprojekt vor, das auf großes Interesse stieß. Der Infodienst dokumentiert Auszüge aus der Projektbeschreibung.

Die Ulmer Volkshochschule bietet seit dem Frühjahrssemester in seinen regulären Ausschreibungen über das Semesterprogramm und über das Internet Seminare zu Inhalten im Bereich EDV-Wissen im Telelernverfahren an. Ausgangspunkt war die Überlegung, inwieweit mit Hilfe neuer Technologien ein verändertes didaktisches Konzept entwickelt und umgesetzt werden kann. Neben der Vermittlung fachbezogener EDV-Inhalte sollte im Rahmen dieses Projekts auch generell die Medienkompetenz im Umgang mit den neuen Medien erhöht werden.

Die Telelernerfahrungen der jüngsten Zeit haben gezeigt, daß Telelerner insbesondere ein motivationales Problem haben. Zudem können auch nicht alle Sachverhalte in einem ausreichenden Differenzierungs- und Komplexitätsgrad auf Bildungsserver oder CBT (computer based training) dargestellt werden. Daher gehen immer mehr Anbieter von Onlinekursen dazu über, Präsenzphasen integrierende Online-Lernarrangements anzubieten. In Präsenzphasen können einerseits komplexe Sachverhalte diskursiv erarbeitet werden und zum anderen können auf einem höheren Verbindlichkeitsgrad Sozialkontakte hergestellt werden, die sich deutlich positiv auf die Bereitschaft zur Nutzung der virtuellen Kommunikationsmöglichkeiten auswirken. Neben den grundsätzlich positiven Möglichkeiten der neuen Lernformen gibt es auch entscheidende Probleme. So stellt sich die Frage, wie VHS angesichts der enormen Entwicklungskosten für Onlinekurse dieses neue Medium nutzen können. Mit Sicherheit können einzelne VHS die Kosten nicht alleine tragen. Somit kommen grundsätzlich zwei Möglichkeiten in Betracht. Zum einen könnten auf VHS-Bundesebene gemeinsam Telelernprojekte entwickelt werden. Zum anderen könnten aber auch Telelernseminare auf Basis der auf dem Markt angebotenen CBT-Software konzipiert werden.

Die Ulmer Volkshochschule hat den zweiten Weg beschritten. Sie bietet Onlineseminare zu Themen aus dem Officebereich mit Hilfe von CBTs an. Dabei findet zu Beginn und am Ende des Kurses (die Termine liegen ca. 1 Monat auseinander) eine Präsenzveranstaltung statt. Während dieser jeweils 4,5 UE dauernden Seminarveranstaltungen werden folgende Kenntnisse vermittelt:

Als CBT wird das Prokoda-Produkt "Tutorwin" (inkl. Printmaterialien) genutzt.

Auf die CBT abgestimmte Übungsaufgaben werden über das Netz bereitgehalten. Die Kommunikation zwischen Teilnehmern sowie zwischen Teilnehmenden und Dozenten erfolgt über Email, in Ausnahmefällen auch über Telefon und Fax.

Grundsätzlich fällt die Rückmeldung der Teilnehmenden positiv aus. Weder das Konzept noch die CBT’s boten Anlaß zur Kritik. Im Detail wurden aber weitere Wünsche geäußert. Zum einen wurde ein weiteres Präsenztreffen gefordert. Zum anderen wurden umfangreichere Übungen gefordert, die durchaus über das hinausgehen sollten, was auf der CBT angeboten wurde. Die Ulmer VHS wird diese Kritik berücksichtigen. Zudem wird die Kursausschreibung verbessert und das Downloadangebot so gestaltet, daß es professionellen Standards genügt.

Obwohl grundsätzlich didaktisch bessere Konzepte möglich sind, verbessert dieses neue Lernprojekt das Angebot der VHS Ulm. Dabei wurden bewußt technisch wenig aufwendige Verfahren benutzt. Damit konnte sichergestellt werden, daß für potentielle Teilnehmende die technischen und finanziellen Einstiegshürden niedrig gehalten werden konnten.

Info: VHS Ulm, Achim Puhl, Tel.: 0731-1530-16, Fax: 0731/1530-60


Erstmals EURIC-Zertifikat Netzwerk-Koordinator an der VHS Köln

Petra Tenbrink, Fachbereichsleiterin an der VHS Köln, schickte uns den nachfolgend abgedruckten Bericht. Beschrieben wird die erstmalige Übergabe der EURIC-Zertifikate zum Netzwerk-Koordinator. Am Ende des Artikels werden die basalen Elemente des EURIC-Lehrgangs kurz dargestellt.

Es hat sich gelohnt, meint Silke Bencker (35 Jahre alt, Bauzeichnerin). Gemeinsam mit 11 anderen Teilnehmer/-innen des Zertifikatslehrgangs Netzwerk-Koordinator Windows NT 4.0 erhielt Sie im ersten Quartal 1999 das erstrebte EURIC-Zertifikat durch den kommissarischen Leiter des Amtes für Weiterbildung in Köln, Herr Dr. Hambüchen. Sie hofft durch diese Ergänzung ihrer EDV-Kenntnisse auch auf anderen Gebieten der Datenverarbeitung tätig werden zu können.

Alle Lehrgangsteilnehmer/-innen haben nach gut drei Monaten intensiven Studiums die bundesweit einheitliche Prüfung erfolgreich bestanden, die von der europäischen Informatikkonferenz (EURIC), einem Zusammenschluß europäischer Dachverbände von Weiterbildungseinrichtungen, entwickelt wurde.

Die Absolventen/-innen haben sich unter mehr als 40 Bewerber/-innen in einem Auswahltest für den Lehrgang, der erstmalig in Köln angeboten wurde, qualifiziert.

Um sich beruflich fortzubilden, absolvierten die Teilnehmer/-innen, in der Regel berufsbegleitend, nach Feierabend und an Wochenenden 130 Unterrichtsstunden in der Volkshochschule Köln und investierten Zeit und Energie für Hausaufgaben, Arbeitsgruppen zusätzliches Literaturstudium und Recherchen im Internet. Die erforderliche Eigenaktivität begleitend zum Lehrgang garantierte den Lernerfolg. Die Teilnehmer/innen stellten ihre Arbeitsergebnisse den anderen Lehrgangsteilnehmern/-innen im Internet zur Weiterarbeit zur Verfügung und produzierten eine Multimedia CD als Kompendium und Fundgrube für Tips und Tricks rund um Windows NT 4.0 Server. "Diese CD-Produktion war für mich ein besonders wichtiger Aspekt des Lehrgangs - der Hit in Tüten schlechthin - meint Teilnehmer Udo Coppenrath (30 Jahre, Kaufmann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft).

Ob das Zertifikat, wie von den meisten Teilnehmer/-innen dieses ersten Lehrgangs erhofft, zu beruflichem Aufstieg, neuen Aufgaben im Betrieb, besseren Chancen bei der Stellensuche oder besserer Entlohnung führt, wird sich zeigen. Einig sind sich die Teilnehmerinnen darin, daß sie vieles gelernt haben, was sie in der täglichen Praxis anwenden und nutzen können.

Sie können jetzt bei der Planung, Beschaffung und Installation die richtigen Entscheidungen treffen und ein Windows- NT-Netzwerk professionell konfigurieren und warten (incl. Fernwartung via Internet) – Aufgaben, die sich im Informationszeitalter zunehmend in kleineren und mittleren Betrieben stellen.

Damit sind die Teilnehmer/-innen gut gerüstet. Die Multimedia CD, die von den Teilnehmer/-innen des Lehrgangs erstellt wurde, enthält neben Eigenbeiträgen zu den Themen rund um Windows NT viele hilfreiche Sharewareprogramme und Tools. Bei Interesse kann diese CD gegen einen Kostenbeitrag von 15 DM zzgl. Versand über Hansjörg Petry, den Dozenten des Lehrgangs, bezogen werden.

Lehrgangskurzbeschreibung:

EURIC-Zertifikat Netzwerk-Koordinator/-in mit Windows NT Server 4.0

Inhalte:

Dauer: 128 UE incl. Prüfung

Die erworbene Qualifikation wird durch das EURIC-Zertifikat "Netzwerk-Koordinator/-in" bescheinigt. Das Zertifikat ist als Baustein im Rahmen der europäischen Informatik-Konferenz (EURIC) anerkannt.

Info: VHS Köln, Petra Tenbrink, Tel.: 0221/221-23693


Lehrgang: Mediengestalter/in Bild und Ton

Seit Ende 1998 bereitet die VHS Neustadt Teilnehmende in einem Umschulungslehrgang auf das neue Berufsfeld des/der Mediengestalter/-in vor. Der Infodienst sprach mit der Fachbereichsleiterin, Daniela Naab, über erste Lehrgangserfahrungen.

Infodienst: Frau Naab, können Sie uns sagen, wie es zur Lehrgangsidee kam?

Daniela Naab: Das Bildungsministerium in Rheinland-Pfalz hat in Neustadt das Projekt "Klappe Neustadt" initiiert. Das Projekt sollte die Qualifikation der Nutzer der "Offenen Kanäle" stärken. Da spielte die Erfahrung eine Rolle, daß die im Rahmen der "Offenen Kanäle" gezeigten Filme nicht mehr interessant genug waren. Gleichzeitig entwickelte sich im Zusammenhang mit dem Projekt Klappe eine Berufsbilddiskussion, die zur Entwicklung des Mediengestalters Bild und Ton führte. Hier wirkten auch die öffentlich rechtlichen Sender entscheidend mit. Wir in Neustadt haben uns dann gesagt, daß wir dieses Konzept im Rahmen von Umschulungskonzepten mit IHK-Prüfungen umsetzen wollen. Seit September 1998 bieten wir jetzt die Umschulung erfolgreich an.

Infodienst: Können Sie uns kurz die Inhalte des Lehrgangs schildern?

Daniela Naab: Im Mittelpunkt steht die Professionalisierung der Teilnehmenden im Bereich Produktion Film und Fernsehen. Hierzu zählen die Bereiche Bild- und Tontechnik, Meßtechnik und Elektrotechnik. Die Mediengestalter müssen auch über journalistisches Know-How verfügen. Interessant ist, daß der Mediengestalter eigentlich mehrere Berufe miteinander verbindet. Die Spanne reicht vom Cutter, über den Journalisten, den Bildtechniker, den Toningenieur, bis zum Meß- und Elektrotechniker. Die Initiatoren wollen mit diesem Berufsbild den in diesen Bereichen anzutreffenden Un- und Angelernten eine berufliche Perspektive eröffnen.

Infodienst: Das ist ja nun ein recht anspruchsvoller Lehrgang. Es war doch sicherlich schwierig Dozenten zu finden.

Daniela Naab: Die Dozentengewinnung bereitete uns keine Schwierigkeiten. Es gibt erstaunlicherweise viele engagierte Mitarbeiter in den öffentlich rechtlichen und privaten Fernsehanstalten, die sich gerne als Dozenten zur Verfügung stellen. Sicherlich hatten wir auch besonders günstige Ausgangsbedingungen, da ich vor meiner Tätigkeit an der VHS, beim ZDF in Mainz gearbeitet habe.

Infodienst: Welche Voraussetzungen müssen die Teilnehmenden mitbringen?

Daniela Naab: Vorausgesetzt wird ein guter Hauptschulabschluß und ein Berufsabschluß oder 6 Jahre Arbeitserfahrung in einem artverwandten Bereich.

Infodienst: Wieviele Teilnehmende besuchen die Umschulung?

Daniela Naab: Wir haben 15 Teilnehmende, die aus dem kaufmännischen, handwerklichen oder pädagogischen Bereich kommen. Wir haben auch einige Abiturienten, die über den zweiten Bildungsweg das Abitur erworben haben. In der Regel haben die Teilnehmenden noch keinen Kontakt zu Film- oder Fernsehen gehabt. Ich denke, daß die zukünftigen Mediengestalter hauptsächlich bei den Produktionsfirmen, die den Fernsehanstalten zuarbeiten, eine Tätigkeit aufnehmen werden.

Infodienst: Woher kommen die Teilnehmer?

Daniela Naab: Obwohl nicht viele Einrichtungen in Deutschland diesen Lehrgang anbieten, kommen unsere Teilnehmenden aus dem Umfeld von Neustadt.

Infodienst: Wie lange dauert die Umschulung und wie hoch sind die Kosten?

Daniela Naab: Der Lehrgang dauert 22 Monate, darin sind sieben Praktikumsmonate integriert. Die Kosten variieren etwas. Allerdings muß jeder Teilnehmende etwa mit 25.000 bis 26.000 DM rechnen. Alle Teilnehmenden werden jedoch über Arbeitsamtsmittel gefördert.

Infodienst: Welche Resonanz hat das Umschulungsangebot gefunden?

Daniela Naab: Eine Zahl soll hier reichen. Wir können 15 Teilnehmende aufnehmen und haben über 100 Bewerbungen.

Ansprechpartnerin: Daniela Naab, VHS Neustadt, Tel.: 06321/3905-0, Fax: 06321/480888


Weiterbildung: Maßgeschneiderte Konzepte gefordert

Die Mitgliedsinstitute des Wuppertaler Kreises, ein Konsortium privater Weiterbildungsinstitute, wurden nach aktuellen Tendenzen in der Weiterbildung befragt. Der Infodienst dokumentiert die wichtigsten Umfrageergebnisse.

Nach den Umfrageergebnissen des Wuppertaler Kreises ist der Markt für Weiterbildung in Bewegung. Der Trend geht offensichtlich zu hochwertigen Kursangeboten, die auf die individuellen Bedürfnisse der Betriebe zugeschnitten sind. Der Wuppertaler Kreis ist ein Verbund von 48 Instituten, die Fach- und Führungskräfte fortbilden. Die Einrichtungen haben sich auf gemeinsame Weiterbildungsstandards verpflichtet. Die Mitglieder des Wuppertaler Kreises bieten ca. 33000 Seminare für rund 500.000 Teilnehmende im Jahr an. In 1998 hat der Wuppertaler Kreis rund 38 seiner Mitgliedsinstitute befragt, welche Trends sie bei der Weiterbildung ausmachen. Folgende zentrale Erkenntnisse lassen sich feststellen.

  1. Allgemein zugängliche Seminare sind nach Ansicht der befragten Institute das A und O des Weiterbildungsgeschäfts – rund 45% des Umsatzes wird mit dem offenen Kursangebot erzielt. Die offenen Seminare werden von vielen Teilnehmenden als Rettungsanker gesehen: Sie melden sich oft erst dann an, wenn ihnen ein Problem unter den Nägeln brennt. Das gilt auch für kleinere und mittlere Unternehmen, die inzwischen häufiger Mitarbeiter zu Fortbildungen entsenden.
  2. Firmeninterne Fortbildungen stehen erst an zweiter Stelle. Aber immerhin erwirtschafteten die Institute des Wuppertaler Kreises rund 25% des Umsatzes mit speziellen Firmenseminaren.
    Dabei hat ca. die Hälfte der Bildungsinstitute festgestellt, daß die interne Weiterbildung von den meisten Unternehmen als strategisch wirksames Instrument angesehen wird. Allerdings ist die Nachfrage nach den sogenannten Standardseminaren eher rückläufig. Zwei von drei Instituten betonen, daß in diesem Segment ein enormer Preiswettbewerb herrscht.
    Im Gegensatz dazu betonen allerdings sieben von zehn Anbietern, daß hochwertige, individuell zugeschnittene Seminare sehr gefragt sind. Hier lassen sich dann auch akzeptable Preise erzielen.
    Auch die Inhalte der Bildungsangebote verändern sich. Knapp die Hälfte der Seminaranbieter registriert, daß verhaltensorientierte Themen, beispielsweise Konfliktmanagement, bei den Unternehmen wieder stärker nachgefragt werden. Die veränderte Nachfrage hat auch Auswirkungen auf die Zusammensetzung der Kurse: Die Teilnehmenden gehören verschiedenen Hierachieebenen an. Die Teamarbeit steht im Mittelpunkt des Kursgeschehens.
  3. Weitere 25% des Umsatzes entfallen auf Lehrgänge, die beispielsweise zum Fachwirt qualifizieren.

Eine weitere Erkenntnis: Die neuen Technologien werden in immer stärkerem Maße von den Bildungsanbietern genutzt. So setzen acht von zehn der Wuppertaler-Kreis-Institute Email und Intranet ein, um im eigenen Haus den Informationsaustausch zu beschleunigen. Über das Internet wollen die Bildungsanbieter neue Kundenschichten ansprechen. Fast alle Institute verfügen mittlerweile über eine eigene Homepage.

Die Potentiale des Internet sind hingegen noch längst nicht ausgereizt. So nutzt nur jedes fünfte Institut die Möglichkeit der Stellenausschreibung via Internet. Und nur eine verschwindend geringe Zahl der Einrichtungen, ca. 6%, bietet die Möglichkeit zur Onlineanmeldung.

Zwei weitere Trends zum Abschluß:
Zum einen stellen die Institute eine verstärkte Nachfrage kleinerer und mittlerer Unternehmen fest und zum anderen steigt der Anteil derjenigen, die ihre Weiterbildung selbst finanzieren müssen, kontinuierlich an.

Quelle: IWD 5/99 S. 2


VHS CD-ROM Online Collection 2.0

Auf der bundesweiten Fachbereichskonferenz Berufliche Bildung in Soest stellte Claus Claussen, Fachbereichsleiter der VHS Oldenburg, das bundesweite Lehrgangskonzept Online-Publishing vor. Auf besonderes Interesse stieß dabei die überarbeitete Version der CD VHS-Online Collection 2.0

Im Rahmen der Entwicklungsarbeiten zum bundesweiten Konzept Online-Publishing entstand die Idee, Kursleitenden und VHS-Teilnehmenden kursbegleitende Materialien unterschiedlichster Art auf CD-ROM zur Verfügung zu stellen. Mitarbeiter der VHS Oldenburg entwickelten die CD und überprüften ihren Einsatz in Pilotkursen. Die Resonanz war so positiv, daß der Wunsch aufkam, die neuentwickelte CD-ROM überregional allen VHS-Teilnehmenden zur Verfügung zu stellen. Die Vielfalt der gespeicherten Materialien stellte sich als Fundgrube für Kursleitende und Teilnehmende heraus: Beispielsweise eignet sich der Internet-Einsteigerkurs gut zur kursbegleitenden Nacharbeit eines entsprechenden Präsenzkurses, die gespeicherte Emailsoftware können Teilnehmern nicht nur im Kurs, sondern auch auf ihrem heimischen PC ausprobieren, die Teilnehmenden an einem Kurs Online-Publishing schätzen die inhaltlichen Ausführungen zu HTML, zum Publizieren im Web und nutzen die komfortablen HTML-Editoren.

Den Volkshochschulen steht nun mit der VHS Collection 2.0 ein in unterschiedlichen "Online"-Kursen einsetzbares und bundesweit abgestimmtes Teilnehmermaterial auf CD-ROM zur Verfügung. Mit der über das DVV-Netzwerk und dem niedersächsischen VHS-Verband zu beziehenden CD-ROM profilieren sich VHS als moderne Schulungseinrichtungen, die ihren Teilnehmern innovative Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stellen. Eines muß allerdings an dieser Stelle ausdrücklich betont werden: Dieses Material ersetzt keinen Kurs, es soll vielmehr Kurse zum Thema Internet unterstützend begleiten.

Hier ein Kurzüberblick über die Inhalte der CD:

Bestellung über: Doris Hirschmann, DVV-Netzwerk, Tel.: 069/95626282, Fax-283 (Einzelstücke 14,90 DM, ab 10 St. 11, 90 DM, ab 20 Stück 9.90 DM. Alle Preise MwSt incl., zzgl. Versandkostenpauschalen)


Nachrichten, Tips, Lesenswertes

Fit für IHK-Weiterbildungsprüfungen

Die Bildungs-GmbH des DIHT publiziert sechs Monate nach Prüfungsablauf Originalprüfungsaufgaben incl. Lösungsteil. Sämtliche 1997 bzw. 1998 abgelaufenen IHK-Prüfungen können so aktuell zur Prüfungsvorbereitung genutzt werden.

Bezug: W. Bertelsmann Verlag, Postfach 100633, 33506 Bielefeld, Fax: 0521/91101-79


DIHT-Weiterbildungskongreß 1999 in Dresden

Unter dem Motto "Innovation Weiterbildung – menschliche Potentiale erkennen, fördern und nutzen" veranstaltet der DIHT vom 8.-10.9.99 einen Weiterbildungskongreß. Teilnehmende sollen Bildungs- und Personalverantwortliche, Wissenschaftler, Politiker und Mitarbeiter in Bildungseinrichtungen sein.

Ansprechpartnerin: Frau Weidmann, DIHT, Tel.: 0228/104-438, Fax: 0228/104-557


Neuartige Sprachlernsoftware "Tell me more"

Der Cornelsen-Verlag bietet mit der oben genannten Sprachensoftware ein Produkt an, das zum ersten Mal die technischen Möglichkeiten der Spracherkennung zum Training von Wortschatz, Grammatik, Hörverstehen und Aussprache nutzt, dabei korrigiert ein digitaler Mentor das Lese- und Hörverständnis.

Bezug: Cornelsen Verlag, Frau Pächnatz, Tel.: 030/89785563, Fax: 030/89785599, Pro Software ca. 100 DM


Erfolgsfaktor Weiterbildung

Der Wuppertaler Kreis hat die og. Broschüre veröffentlicht. Sie richtet sich an mittelständische Unternehmen und soll dazu anregen, sich mit den Chancen und Möglichkeiten der Weiterbildung auseinanderzusetzen.

Bezug: Wuppertaler Kreis e.V., Tel.: 0221/385952, Fax: 0221/372018 gegen 3 DM Rückporto


Microsoft anerkannte Weiterbildungszentren erhalten Windows 2000 Beta

In 1999 konnten bisher ca. 80 VHS den Titel Microsoft anerkannte Weiterbildungszentren erwerben. Nach der Verschärfung der Anerkennungskriterien in 1999 stellen diese VHS damit ihre besondere Leistungsfähigkeit unter Beweis. Damit diese VHS sich auf neuartige Produkte schnell einstellen können, erhalten alle anerkannten MAZ Betasoftware von wichtigen Microsoft-Produkten. Besonders begehrt war z.B. die aktuelle Beta von Windows 2000.

Ansprechpartner: Bernd Passens, DVV-Netzwerk, Tel.: 069/95626182, Fax: -283


Bayerischer VHS-Verband initiiert neuartige MCP-Vorbereitungskurse

Eine Microsoft anerkannte VHS muß mindestens einen Kursleiter verpflichten, der über ein sog. MCP-Zertifikat (Microsoft Certified Professional) verfügt. Der BVV organisiert hierzu Vorbereitungskurse, die Selbstlernprogramme und Präsenzkurse kombinieren. Das Projekt startet noch im Juli.

Infos: Bayerischer VHS-Verband, Otto Löffelmann, Tel.: 089/51080-13


Projekt Neues Lernen erleben

Der Herdt-Verlag GmbH bietet VHS die Möglichkeit, kostenlos Herdt CBT-Software zu nutzen. VHS können demnach vom 1.8.99-31.7.2000 die Produkte Memo (Word 97, Excel 97) sowie die NBT/SkillSpace (Windows NT, Office, Notes etc.) im Rahmen von VHS-Kursen kostenfrei einsetzen. Ein besonderes Bonbon: Auf die VHS, die die Herdt-Produkte vorbildhaft in Lernkonzepte integrieren, warten Preisgelder in Höhe von 60.000 DM.

Info: Herdt-Verlag GmbH, Tel.: 06135/9222-10, Fax: 06135/9222-11


T-Online für VHS jetzt günstiger

Auf der bundesweiten Fachbereichskonferenz zur beruflichen Bildung in Soest kündigte die Telekom Sonderaktionen für VHS an. Ab sofort können VHS beim DVV-Netzwerk ein T-Online Starter-Kit beantragen. Mit Hilfe des Kits können VHS einen T-Online-Account ohne Anschlußgebühr beantragen. Zudem entfällt für ein Jahr die Grundgebühr. Besonders interessant auch die monatlich vier Onlinefreistunden. Das Starter-Kit können auch VHS nutzen, die bereits T-Online nutzen.

Bezug: DVV-Netzwerk, Doris Hirschmann, Tel.: 069/95626282, Fax:-283, (Versandkostenpauschale 20 DM)


AOL-Account weiterhin für VHS kostenlos

Die ursprünglich auf den 31.12.99 befristete Rahmenvereinbarung zwischen AOL und DVV wurde nun verlängert. Danach können nun VHS bis Ende 2000 einen AOL-Account kostenlos nutzen. Für VHS fallen dabei nur die Telefongebühren an. AOL wird die VHS, die bereits über einen Account verfügen, informieren.

Info: DVV-Netzwerk, Doris Hirschmann, Tel.: 069/95626282, Fax-283


Internet-Adressen der EU

In den Informationen der Europäischen Gemeinschaften (EUR-OP NEWS) und in den Informationen für die Beratungs- und Vermittlungsdienste der Bundesanstalt für Arbeit wurden wichtige EU-Internet-Adressen veröffentlicht. VHS können sich hier unmittelbar über wichtige EU-Programme informieren.

Quelle: Bundesanstalt für Arbeit (Hrsg.), IBV, 15/99


Wissensdelphi

Die Prognos AG hat im Auftrag des Bildungsministeriums im Rahmen einer sogenannten Delphi-Befragung erforscht, welche Kenntnisse und Fähigkeiten in Zukunft besonders gefragt sein werden. Im Bereich des Allgemeinwissens erwarten die Fachleute eine wahre Informationsflut.

Dabei wird besonders die Bedeutung von Fremdsprachenkenntnissen zunehmen. Künftige Arbeitnehmer müssen demnach mehrere Fremdsprachen sicher beherrschen. Im Bereich des Fachwissens wird neben der Informationstechnik, die Bedeutung von volkswirtschaftlichen Kenntnissen steigen. Gefragt sind aber auch Umwelt- und Gentechnologiekenntnisse.

Quelle: Prognos/Infratest Burke Sozialforschung: Delphi-Befragung 1996/1998 "Potentiale und Dimensionen der Wissensgesellschaft –Auswirkungen auf Bildungsprozesse und Bildungsstrukturen", Basel 1998


DVV-Netzwerk und Kooperationspartner bieten an

Die Firma ets bietet die KHK Classic-Line 2000 (Stand-Alone u. Netzversion für unbegrenzte Teilnehmerzahl!!) für 499 DM als Standortlizenz an, d.h. für 499 DM wird die KHK-Software auf alle VHS-Rechner installiert. Der Wartungsvertrag hierzu kostet 399 DM pro Jahr. Produkte der Office-Line 2000-Reihe können zu ähnlich günstigen Konditionen bezogen werden. Die Produkte sind auch im Verwaltungsbereich einer VHS einsetzbar.

Über das DVV-Netzwerk können weiterhin bezogen werden: Imagebroschüre und Plakate zur beruflichen Weiterbildung (Preisinfo über die Koordinierungsstelle),

Leitfaden für Kursleiter und Organisatoren zum neuen bundesweiten Lehrgang Büro- und Telekommunikation (Online-Führerschein) und zum Lehrgangskonzept Präsentation. Die Leitfäden (Umfang ca. 60 Seiten, 25,80 DM) enthalten den Lernzielkatalog, die Kursankündigung, methodische Hinweise, Literatur- und Materialhinweise etc.

Die Neuauflage der CD-ROM VHS Online Collection 2.0 ist zum Preis von DM 14,90 (Einzelstücke), 11.90 DM (ab 10 Stück), 9.90 DM (ab 20 Stück) zzgl. Versandkosten beziehbar.

Ansprechpartnerin: Doris Hirschmann, DVV-Netzwerk Tel.: 069/95626282, Fax: -283


Erstellt von Doris Hirschmann, konvertiert in HTML Dipl.Ing.FH. Jörg Bucher
am 21.09.99,