| Informationsdienst des Netz-werkausschusses Beruf und Weiterbildung des DVV | 4 / 98 6. Jahrgang 16.12.98 |
Inhaltsverzeichnis
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Herausgeber:
Deutscher Volkshochschul-Verband e.V. Koordinierungsstelle des DVV-Netzwerks Beruf & Weiterbildung Hansaallee
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Editorial und Aktuelles aus dem Netzwerk
Im Mittelpunkt der Netzwerkaktivitäten im 4. Quartal 1998 standen diverse bundesweite Fachkonferenzen. So beteiligte sich das Netzwerk an einer Konferenz zum Thema "Persönliche und soziale Kompetenzen" (siehe auch Seite 7), führte eine Veranstaltung zum Thema SAP-Kurse an VHS durch (siehe Bericht S. 3 f.) und veranstaltete am 9.12.98 eine Konferenz zum Thema "Innovative Qualitätssicherungsmodelle in der Praxis".
Gemeinsam mit dem Arbeitskreis der Landesreferenten für Berufliche Bildung wurden Qualitätsgrundsätze prüfungsbezogener Konzepte an VHS diskutiert und veröffentlicht (Bezug über die Koordinierungsstelle ab Jan. 99).
Das Konzept (Bezug über Netzwerk) zum neuen bundesweiten Lehrgang Präsentation (mit Powerpoint) stößt auf große Resonanz. Mittlerweile wurde an der VHS Schöneberg in Berlin eine Modellprüfung entwickelt, die ab Januar 1999 den VHS-Landesverbänden zur Verfügung gestellt wird. Der DVV wird den Mitte Januar 1999 auslaufenden Kooperationsvertrag mit der Firma Microsoft zur Anerkennung von VHS als Microsoft anerkannte EDV-Weiterbildungszentrum verlängern. Weitere Infos hierzu finden Sie auf Seite 7.
Das vom DVV-Netzwerk in Kooperation mit dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e.V. entwickelte Projekt Online Banking hat seine Arbeit aufgenommen. Bis Ende Mai 1999 sollen ein Lernzielkatalog und Leitfaden für Kursleitende vorliegen. Das Projekt wird im Rahmen der bundesweiten Fachbereichskonferenz Berufliche Bildung präsentiert. Die Fachtagung wird vom 16.6.1999-18.6.1999 in Soest (NRW) stattfinden und das Thema "Berufliche Weiterbildung: Online und multimedial?" behandeln. Aufgrund der Förderung durch den DSGV fallen für die Teilnehmenden (erwartet werden ca. 100 HPM aus dem gesamten Bundesgebiet) keine Tagungs-, Verpflegungs- und Unterbringungskosten an. Das DVV-Netzwerk wird zur Vorbereitung der Fachtagung eine AG einrichten und Ende März 1999 zur Tagung einladen.
Netzwerk testet Microsoft Office 2000
| Microsoft hat die Veröffentlichung der nächsten Version "Office 2000" für das Frühjahr 1999 angekündigt. Der DVV-Netzwerk-Koordinierungsstelle lag eine Vorabversion vor (Beta 1), die Wolfgang Weber für den Infodienst eingehend geprüft hat. |
Office 2000 besteht wie bisher aus Teilprogrammen:
Entscheidend neue Entwurfsziele
Microsoft betont vier Entwicklungsziele:
Allgemeine Beobachtungen
Die Datei-Formate sind dieselben wie bei Office 97 (Ausnahme: Access wg. Unicode). Zusätzlich wird für die Hauptkomponenten das HTML-Format angeboten; dieses ist aber erweitert, um einige der unter HTML üblicherweise nicht darstellbaren Formatierungen zu ermöglichen.
Zusätzlich zur VBA-Makroprogrammierung ist ein Script-Editor vorhanden. Er ermöglicht es, HTML-Inhalte durch "Applets" zu erweitern (Java-Script oder VB-Script). Die "Web-Funktionalität" wurde verstärkt: vorgesehen sind Online-Besprechung, Schedule-Meeting, Webdiskussion. Die Hilfe ist durchgängig als komprimierter HTML-Text vorgegeben (CHM-Dateien); der Assistent ist optisch überarbeitet.
Keine wesentlichen Veränderungen der Oberfläche
Mehrere geöffnete Word-Dateien, Excel-Arbeitsmappen oder Powerpoint-Präsentationen werden jeweils als eigene Programminstanzen auf der Windows-Startleiste angezeigt, so daß ein Wechsel z. B. zwischen zwei Word-Dateien direkter möglich ist als über das Fenster-Menü.
Eine jetzt mehrstufige Zwischenablage steht in allen Office-Programmen (außer Photo-Editor) zur Verfügung.
Die Öffnen- und Speichern-Dialoge sind an die Oberfläche von Outlook bzw. den Windows-98-Explorer angepaßt.
Die Menüleisten erscheinen (optional) in reduzierter Länge und zeigen zunächst nur die am häufigsten genutzten Befehle.
Ansprechpartner:
Rechenzentrum Uni
Frankfurt, Wolfgang Weber
Tel.: 069/7982-8237, Fax: 79828313
VHS-Telelernprojekt in Bayern: Ein Erfahrungsbericht
| Ganz dem Medium gemäß boten fünf bayerische Volkshochschulen im Frühjahr-/Sommersemester 1998 den bayerischen EDV-Computerpaß als Telelern-Lehrgang an. Sie nahmen damit an einem Pilotprojekt teil, das Otto Löffelmann für den Bayrischen VHS-Verband koordinierte. Der folgende von Otto Löffelmann verfaßte Bericht resümiert erste Projekterfahrungen. |
In Zeiten knapper Mittel stehen
Bildungsinvestitionen auf dem Prüfstand. Gleichzeitig wird der
Bildungsbedarf als DER Standortfaktor und Garant individueller
Zukunftsbewältigung geführt. Hier kommt Tele-Lernen gerade
recht.
Mit Lernen unterstützt durch
Neue Medien sind Erwartungen verknüpft:
Die Bayrischen VHS wollten es
genau wissen:
In einem Pilotprojekt, das aus Mitteln des Bayrischen Kulturfonds
und Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert wurde,
führten fünf Volkshochschulen den Lehrgang zum
VHS-Computerpaß "Büro und Verwaltung II" mit
Methoden des Tele-Lernens durch
Im Vorfeld stellten sich einige Fragen:
Für das Pilotprojekt hatten sich die bayrischen VHS vorerst auf EDV-Inhalte beschränkt. Der VHS Computerpaß "Büro und Verwaltung II beinhaltet drei Module aus dem Office-97-Bereich:
(insgesamt 210 UE im herkömmlichen Unterricht). Voraussetzung für den Lehrgangsbesuch waren Kenntnisse im Umfang des VHS-Computerpaß "Büro und Verwaltung I".
Insgesamt 35 Teilnehmer "besuchten" den Telelehrgang.
Berufliche Weiterbildung und Selbststeuerung korrelieren stark mit Handlungsorientierung: der Lernstoff erschließt sich mit dem Erproben des Gelernten in Übungen und Fallbeispielen. Handlungsorientierung, -besonders in den Selbstlernphasen- setzt Klarheit über Ausgangspunkt und Ergebnis der Lernsituation voraus.
Ein zusätzliches Problem:
Der VHS-Computerpaß Büro und Verwaltung II schließt mit einer landesweit
einheitlichen Prüfung ab, dabei sollen vergleichbare
Leistungen bescheinigt werden. Das bedeutet hohe Anforderungen an
die Materialien und an flankierende Betreuung, damit Abweichungen
von der Lernlinie nicht zu instabilen Lernsituationen und
"drop-out"-Raten führen, wie sie manchmal bei
Fernlehrgängen vorkommen können. Die Materialien wurden in 20
überschaubare Qualifizierungseinheiten zu 8-12 UE gegliedert.
Der Kontrollaufwand ist erheblich: Bei 35
Teilnehmern fallen mindestens 4200 Lösungen und Korrekturen an.
Diesen Aufwand bewältigen 7 Kursleitende, die zuvor zum Telelern-Begleiter ausgebildet wurden. Auch diese Situation war neu im Pilotprojekt: Was müssen (erfahrene) Kursleitende wissen und können, um die Lernprozesse der Teilnehmer zu organisieren und zu betreuen? Wie werden sie fortgebildet? In Zusammenarbeit mit Prof. Mündemann (FH Brandenburg) wurde ein Fortbildungsprogramm mit folgenden Schwerpunkten entwickelt:
Die virtuelle VHS
Die Teilnehmer arbeiten in den Selbstlernphasen unter einer speziellen Benutzeroberfläche an ihren (Windows-)Lern-PCs. In ihr werden die gewohnten Funktionen als "virtuelle VHS" nachgebildet: Es gibt daher ein
Das Telelernprojekt wurde als hybrides System konzipiert: Lernmaterialien und Software wurden lokal installiert (CD-ROM). Anmeldung und Verwaltung der Lernprozesse sowie die tutorielle Betreuung erfolgen per Telekommunikation über das Internet. Das heißt, es wird überwiegend offline gearbeitet. Das reduziert die Telekommunikationskosten. Damit die Lernumgebung von den Teilnehmern sicher beherrscht wird, gab es in regelmäßigen Abständen Präsenzphasen. In solchen Präsenzphasen werden soziale Kontakte geknüpft, aber auch Probleme erörtert, die mit der technischen Ausstattung der Teilnehmer-PCs zu tun hatten. Das Projekt stellte den Teilnehmern PC-Geräte und ISDN-Anschlüsse für den Lernzeitraum zur Verfügung.
Probleme: Technik und Medien
Die Anforderungen an die PC-Ausstattung sind hoch: Der multimediataugliche Kommunikations-PC übertrifft die Leistungsfähigkeit eines üblichen Bürorechners, da er mit umfangreichen Programmen wie Office 97, den Browsern und Netmeeting mit Audio-Unterstützung umgehen muß.
Die Technik machte uns einige Probleme. Die Teilnehmer und die Telelernbegleiter mußten oft "kryptische" Fehlermeldungen interpretieren und beheben. Am Pilotprojekt nahmen PC-erfahrene Teilnehmer und Kursleitende teil. Telelernkurse, die nicht mit diesen Voraussetzungen arbeiten, müssen daher mit größeren Schwierigkeiten bei der Lösung der Technikprobleme rechnen. Ein weiterer Stolperstein liegt in der Aufgabenstellung: In den selbstgesteuerten Lernphasen befolgten die Lernenden buchstabengetreu die Arbeitsanweisungen; d.h., die insgesamt durch die neue Lernumgebung bewirkte starke Verunsicherung führte dazu, daß jede Abweichung zwischen Vorgabe und vorgefundenem Lernumfeld als Fehler interpretiert wurde.
Zielgruppe, Motivation, Kosten
Wie die hohe Zahl unserer Prüfungen belegt, ist die Nachfrage nach Kursen, die zum Computerpaß führen, recht hoch. Wir glaubten deshalb, unter einer Vielzahl an Interessenten auswählen zu können. Die Resonanz war jedoch anfangs nicht sehr groß. "Normale" VHS-Teilnehmer bevorzugen offensichtlich herkömmliche Lernformen in der Gruppe. Ein anderes Bild ergab sich, als Betriebe auf die neuen Möglichkeiten aufmerksam wurden. Obwohl die Entscheidungen in den Betrieben in der Regel mehr Zeit in Anspruch nehmen, wurde der Pilotlehrgang letztendlich mit mehr Teilnehmern (35) als ursprünglich geplant, durchgeführt.
Die Kosten telelernbasierter Lernprozesse übertreffen deutlich die Kosten für herkömmliches Unterrichten. Das liegt zum einen an den Kosten für die exklusive Nutzung der PC-Geräte, Anschlüsse sowie den Telefongebühren, zum anderen daran, daß selbstgesteuertes Lernen erheblich mehr Zeit der lernbegleitenden Betreuung in Anspruch nimmt als organisiertes Präsenzlernen. Erst wenn in einer Vollkostenrechnung Arbeitszeit- und Transportkosten mit berücksichtigt werden, könnte sich Tele-Lernen rechnen.
Die Motivation der Teilnehmer war sehr hoch. Das mag am innovativen Charakter des Projekts gelegen haben. Vielleicht lag es aber auch daran, daß die Teilnehmer gemäß ihrer individuellen Problemlage lernen konnten. Noch eine interessante Schlußbetrachtung: Auch der abstrakte Lehrstoff EDV zeigte sich sperrig: Wer ein Problem mit seinem Computer hat, kann es nicht unbedingt in eine verständliche Frage kleiden. Im herkömmlichen Unterricht kommt in diesem Fall der Unterrichtende zum PC des Lernenden und schaut sich das Problem am Bildschirm an. Dies war in den Telelernphasen nicht möglich. Auch deshalb konnte im Pilotprojekt nicht auf Präsenzphasen verzichtet werden. Der BVV bildet auch in 1999 Kursleitende zum Telelernbegleiter aus.
Ansprechpartner und Info: Otto Löffelmann, BVV, Tel.: 089/5108013, Fax: 089/5023812
SAP-Kurse an VHS. Chancen und Realisierungsmöglichkeiten
| Am 25.11.1998 trafen sich auf Einladung des DVV-Netzwerks mehr als 35 VHS-Vertreter aus dem gesamten Bundesgebiet, um Chancen und Realisierungsmöglichkeiten von SAP-Kursen an VHS zu diskutieren. |
Eingangs gab Bernd Passens einen kleinen Überblick über den aktuellen Diskussionsstand. Das DVV-Netzwerk hatte Anfang 1998 auf Anregung einiger VHS Kontakt mit der Firma SAP aufgenommen, um die Möglichkeit zum Abschluß von Großkundenverträgen in Analogie zum Microsoft Select-Abkommen zu erkunden. Als Ergebnis machte SAP dem DVV das Angebot, eine SAP-R/3-Generallizenz zum Preis von 250.000 DM zzgl. jährlichen Wartungskosten von ca. 70.000 DM zu beziehen. Da das DVV-Netzwerk aus eigenen Ressourcen eine solche Summe nicht vorfinanzieren kann, hätten einzelne VHS in die Finanzierung einsteigen müssen. Obwohl eine Reihe von VHS hierzu bereit waren, scheiterte diese Lösung an dem zeitaufwendigen und komplexen Vertragsmanagement (Es hätten Verträge mit ca. 30 VHS geschlossen werden müssen, zusätzlich Einzelverträge zwischen weiteren Dienstleistern und allen beteiligten VHS sowie zwischen Dienstleistern und DVV-Netzwerk).
Inzwischen hatte das DVV-Netzwerk ein Abkommen mit der Firma NETG abgeschlossen, das es VHS erlaubte, SAP-Selbstlernsoftware zu günstigen Konditionen zu erwerben. Einige VHS (z.B. Stuttgart und Metzingen) haben diese Möglichkeit genutzt und bereits SAP-Kurse mit SAP-Lernsoftware angeboten.
**Dennoch war von Anfang an klar, daß weitergehende SAP-Lernangebote auch die Arbeit mit Originalsoftware notwendig machte. In dieser Hinsicht kam das DVV-Netzwerk einen Schritt weiter als Eckhard Bender und Bernd Müller von den Berliner VHSn Schöneberg und Neukölln von Kontakten mit dem SAP-Dienstleister AGM berichteten, der den Berliner VHS ein Angebot zur Durchführung von SAP-Kursen mit SAP unterbreitete. Die Berliner-Vertreter bezogen recht schnell das DVV-Netzwerk in die Verhandlungen mit ein, da von Beginn an die Perspektive einer bundesweiten Lösungen ins Auge gefaßt wurde. In Kooperation mit der Firma AGM und den VHSn Schöneberg und Neukölln wurde man sich schnell über das weitere Verfahren einig. Es wurden Pilotkurse geplant und die Eckdaten für einen Rahmenvertrag zwischen DVV und AGM vereinbart.
Zum Zeitpunkt des Treffens in Frankfurt waren die Pilotkurse gerade erfolgreich abgeschlossen worden.
Im Anschluß an die kurze Einführung von Bernd Passens präsentierte Eckhard Bender die Pilotkurserfahrungen:
Allgemeine Rahmenbedingungen
Aufgrund der Lizenzbedingungen wurde der Kurs als Kooperationsveranstaltung zwischen der VHS-Schöneberg und der Firma AGM konzipiert. AGM stellte auch den Kursleiter für die Pilotkurse. Sollte eine VHS über eigene qualifizierte Dozenten verfügen, müssen sie aus lizenzrechtlichen Gründen für den Kurszeitraum von der Firma AGM unter Vertrag genommen werden.
Technik:
Voraussetzung für die Durchführung von SAP-Kursen ist, daß die interessierte VHS über ein lokales Netzwerk verfügt, das über einen ISDN-Anschluß verfügt. Die SAP/R3-Software liegt auf dem AGM-Server, der online von dem Unterrichtsort via ISDN-Anschluß und ISDN-Router angesprochen wird. Der ISDN-Router stellt die Verbindung zwischen lokalem TCP/IP-Netz und dem Netz der Firma AGM her. Auf den Client-Rechnern der VHS wird nur das "SAP-Frontend" installiert. Die Installation wurde von AGM durchgeführt.
Kosten:
Hier interessieren zunächst nur die Kosten, die die Firma AGM den VHSn in Berlin berechnete. Danach kostet ein Unterrichtstag mit 8 UE incl. Dozent und Teilnehmermaterialien 1395 DM zzgl. 1/2 Mehrwertsteuersatz (8%); die andere Hälfte übernimmt AGM. Je nach Aufwand und lokalen Voraussetzungen muß zusätzlich mit Installationskosten sowie Reisekosten gerechnet werden (Falls der Dozent von AGM gestellt wird und ein tägliche Anreise nicht zumutbar ist). Hinzu kommen natürlich auch noch Telekommunikationskosten. Diese spielen allerdings aufgrund des Wettbewerbs in diesem Bereich eine zunehmend geringere Rolle.
Aufgrund lizenzrechtlicher Beschränkungen kann der Kurs z.Zt. mit max. 13 TN durchgeführt werden.
Inhalte/Kursdauer:
Der Kurs wurde mit dem Titel SAP R/3 Sachbearbeiter ausgeschrieben und umfaßte 80 UE. Davon wurden ca. 40 UE direkt mit SAP gearbeitet. In der übrigen Zeit wurde der Unterrichtsstoff offline nach- bzw. vorbereitet. Der Kurs wurde als kombinierte Abend- und Wochenendveranstaltung konzipiert.
Das Seminar wurde offen ausgeschrieben und zum Preis von ca. 1400 DM angeboten. Garantiert wird hierbei eine 1 zu 1 Rechnersituation (Dies ist nicht unbedingt Standard bei SAP-Kursen). Die Kurse füllten sich auch ohne Ausschreibung und Werbung recht schnell (jeweils 10 TN). Mittlerweile sind 2 Kurse gelaufen und der dritte ist bereits in Planung.
Die Themen im Überblick:
Im Mittelpunkt des Kurses steht das Finanzmodul (FI). Behandelt wurden:
Globale Einstellungen zum Unternehmen IGM (Unternehmensumfeld);
Neben FI wurden zusätzlich folgende SAP-Module angesprochen:
genutzt. Als Teilnahmevoraussetzung wurde eine einschlägige berufliche Qualifikation bzw. akademische Ausbildung gefordert.
Im Anschluß an den Vortrag von Eckhard Bender präzisierte Klaus Peter Egelkraut das AGM-Dienstleistungsangebot. Er verwies darauf, daß die Firma AGM seit Anfang der 90iger Jahre SAP-Kurse durchführt. Dabei tritt sie nicht als eigenständiger Anbieter, sondern immer in Kooperation mit lokalen Trägern auf. AGM bietet den VHS eine Dienstleistung aus einer Hand an: Software, technische Ressourcen und Know-how, Dozentendienstleistung sowie Unterrichtsmaterialien. Nach Einschätzung von Klaus Peter Egelkraut wird der Bedarf an SAP-Anwenderschulungen im berufsbegleitenden Bereich mittelfristig weiter zunehmen. Dies liegt zum einen daran, daß nach dem Jahrtausendwechsel eine große Migrationswelle von SAP/R2 zu SAP/R3 erwartet wird und zum anderen an der weiteren Zunahme von Neuinstallationen. Zusätzlich ist zu beobachten, daß sich Schulungsaktivitäten vielfach auf die zeitintensiven und drittmittelgeförderten Kurse zum SAP-Koordinator, SAP-Berater etc. konzentrieren. Der gewöhnliche Anwender hat bisher kaum Schulungsmöglichkeiten. Hier ergibt sich zusätzliches Schulungspotential, das bisher noch nicht erschlossen wurde.
Die Schulungen der Firma AGM basieren auf dem Produkt IDES 3.1., das ein virtuelles Unternehmen simuliert. VHS, die an SAP-Schulungen interessiert sind, müssen ca. 3 Monate vor Schulungsbeginn mit dem DVV-Netzwerk und AGM in Kontakt treten. Eine kostenfreie Stornierung ist bis ca. 1 Monat vor Schulungsbeginn möglich. In der anschließenden Diskussion wurden die von AGM angebotenen Dienstleistungen positiv bewertet. Die VHSn Metzingen und Stuttgart berichteten auch noch über Erfahrungen mit dem Einsatz von EDV-Selbstlernsoftware. Hier wurde festgestellt, daß allgemeine Grundlagenkurse erfolgreich durchgeführt werden können. Zum weiteren Verfahren: Interessierte VHS wenden sich zunächst an das DVV-Netzwerk. Dort wird anhand eines Fragebogens ermittelt, ob die betreffende VHS, die zu fordernden Qualitätsstandards erfüllt. In einem zweiten Schritt folgen dann die konkreten Vertragsabsprachen mit der Firma AGM.
Ansprechpartner: DVV-Netzwerk, Bernd Passens, Tel.: 069/95626-182, Fax: -283
Nachrichten, Tips, Lesenswertes
Neue Anerkennungsrunde für Microsoft anerkannte WB-Zentren (MAZ)
Microsoft hat kürzlich die neuen Kriterien für die MAZ-Anerkennung (Vertragslaufzeit 16.1.99-15.1.2001) veröffentlicht. Aktualisiert wurden die Anforderungen an die Hardware. Ebenso müssen die MAZ nun jeweils einen eigenen MCP (Microsoft Certified Professional) benennen. Ebenso wurden die Anforderungen an die Hardwareausstattung erhöht. Antragsformulare können interessierte VHS bei der Netzwerk-Koordinierungsstelle anfordern.
Gemeinsam mit den Landesverbänden Baden-Württemberg und Sachsen führte das DVV-Netzwerk für Kursleitende mehrere Vorbereitungskurse auf die MCP-Prüfung durch. Ähnliche Angebote machte auch die VHS Herten. Mittlerweile häufen sich auch die Meldungen, daß VHS mit großem Erfolg MCP-Vorbereitungskurse in ihr Regelangebot aufnehmen.
Ansprechpartner: DVV-Netzwerk, Doris Hirschmann, Tel.: 069/95626282, Fax:-283
Bundesweite Fachtagung "Soziale und persönliche Kompetenzen"
Mehr als 50 HPM aus dem ganzen Bundesgebiet trafen sich vom 26.10.-28.10.98 auf Einladung der VHS-Verbände Bayern und NRW sowie des DVV-Netzwerks und des DIE zur o.g. Fachtagung auf Schloß Schney. Die Resonanz der Teilnehmenden war ausgesprochen positiv. Das umfangreiche Tagungsmaterial enthält unter anderem eine vom DVV-Netzwerk erstellte Programmanalyse zum Themenkomplex "Soziale und persönliche Kompetenzen als Kursangebot an VHS". Die Analyse basiert auf Untersuchungen von 30 VHS-Programmen aus allen Bundesländern. Die Tagungsmaterialien sind über den Bayerischen VHS-Verband zu beziehen.
Ansprechpartner: Otto Löffelmann, 089/5108013, Fax: 089/5023812
Fernunterricht wieder im Aufwind
Mit 102.204 Neuanmeldungen im vergangenen Jahr erreichten die Fernlehrinstitute nach der amtlichen Fernschülerstatistik im Vergleich zu 1996 ein Plus von fast vier Prozent. Das Kursangebot wurde mit 1478 zugelassenen Kursen nochmals übertroffen (1996: 1287 Kurse).
Auf der anderen Seite ist die Gesamtzahl der Fernschüler nochmals gesunken. 1997 nahmen nur noch 117.879 Schüler an einem Fernkurs teil (1996: 131.434). Der größte Teil der Fernschüler belegt Kurse aus den Bereichen Wirtschaft und Kaufmännische Praxis (40.342 Teilnehmer). Der Leiter der Zentralstelle in Köln, Michael Vennemann weist zudem auf zwei weitere Trends hin: zum einen habe sich der Trend zu Kurzkursen verstärkt und zum anderen spiele das Thema Modularisierung eine immer größere Rolle.
Quelle: Wirtschaft und Berufserziehung, 11/98
Traumberufe der 14-18 Jährigen
Wie eine in 1998 durchgeführte Befragung ergab, hat sich das erstrebenswerte Berufsziel von Jugendlichen geändert. Während früher der Beruf des Arztes an der Spitze stand, stoßen jetzt EDV-Berufe und der Journalismus auf hohes Interesse. Hier ein Überblick über das Ranking:
Jungen:
Mädchen:
Quelle: Wirtschaft und Berufserziehung, 11/98
Von Kant zur Kostenrechnung
Absolventen geisteswissenschaftlicher Studiengänge haben es auf dem Arbeitsmarkt schwer: An diese Gruppe richtete sich das von der Uni München und dem bayerischen Arbeitgeberverband initiierte Projekt: Student und Arbeitsmarkt. In der vom AA geförderten Maßnahme büffelten Studenten (ab 6 Semester) in 250 UE Betriebswirtschaft, EDV, Maschinenschreiben und Fremdsprachen.
Quelle: IWD, 24 Jahrgang, November 1998
LV Baden-Württemberg entwickelte Multimedia-Fortbildung für Lehrende
Ansprechpartner: LV Baden-Württemberg, Winfried Schulz, Tel.: 0711/75900-32, Fax: -41
Koalitionsvereinbarung von Bundesgrünen und SPD auch im Internet
Die o.g. Koalitionsvereinbarung, die auch interessante Passagen zu Grundsätzen zukünftiger Bildungs- und Weiterbildungspolitik enthält, ist auch per Download im Internet verfügbar:
www.spd.de/politik/koalition/index.html
KHK-Broschüre zu EURO/Jahr 2000 Problem und kaufmännische Software
Die Firma sage KHK, die ein von VHS vielfach eingesetztes kaufmännisches Programm vertreibt, hat die o.g. interessante Broschüre entwickelt.
Kostenloser Bezug: Sage KHK, Tel.: 069/50007-0, Fax: 069/50007110
VHS Rheine entwickelt innerstädtisches Fortbildungsprogramm
Im Zuge der Verwaltungsreform hat sich die o.g. VHS als innerstädtischer Bildungsdienstleister profiliert. Angeboten werden Kurse zu Themen wie Ganzheitliches Selbstmanagement, Grundlagen positiven Kommunikations- und Konfliktverhaltens, Grundlagen effektiver Teamarbeit, Zeitmanagement und Arbeitsmethodik, Besprechungen effizient gestalten, Techniken eines erfolgreichen Telefongesprächs, Change-Management, Rollen und Kompetenzen von Frauen am Arbeitsplatz.
Ansprechpartner: VHS Rheine, Heinrich Schmitz, Tel: 05971/9204-0, Fax: 05971/9204-31
1. Auflage der CD-ROM VHS Collection Online 1.0 bereits vergriffen
Immer mehr VHS entdecken das Potential der o.g. CD-ROM. Die gute Nachfrage führte dazu, daß bereits ein Nachdruck erforderlich wurde. Die CD-ROM wird von VHS in unterschiedlichen Onlinekursen als Teilnehmermaterial eingesetzt. Dabei werden CD-ROM und Kurs im Bundle verkauft. Ein kleiner Verkaufsaufschlag deckt dabei die VHS-Kosten. Für die Teilnehmer entsteht so ein zusätzlicher Anreiz zum Kursbesuch. Die Auflage 2.0 der Online Collection wird voraussichtlich zum Herbstsemester 1999 zur Verfügung stehen.
Bezug: DVV-Netzwerk, Doris Hirschmann, 069/95626-282, Fax -283, Kosten der CD: ab 9,90 DM
KGST-Workshop Business TV für VHS
Die KGST in Köln hat Ende November 1998 mehrere VHS zum o.g. Workshop eingeladen und dabei Szenarien für den möglichen Einbezug von VHS in kommunale Business TV-Projekte aufgezeigt.
Ansprechpartner und Info: KGST, Stephan Kohn, Tel.: 0221/37689-16, Fax: -59
DVV-Netzwerk und Kooperationspartner bieten an
Die Firma ets bietet die KHK Classic-Line 97 für 460 DM als Standortlizenz an. Die KHK-Classic-Line Windows kostet 990 DM pro Jahr (inkl. 1 Jahr Update und Handbücher).
Zusätzliche Standortlizenzen:
Die Module der KHK Office Line Fibu, Anlagenbuchhaltung, Auftrag,
Lohn- und Gehalt kosten jeweils DM 849,00.
Das Netzwerk bietet an:
Imagebroschüre, Werbeplakate zur beruflichen Weiterbildung,
Leitfaden für Kursleiter und Organisatoren zum neuen
bundesweiten Lehrgang Büro- und Telekommunikation
(Online-Führerschein, 25,80 DM, 50 Seiten). Zum gleichen Preis
gibts den neuen Leitfaden für Kursleitende zum Lehrgang
Präsentation (mit Powerpoint), Umfang ca. 80 Seiten.
Infos: Bernd Passens, DVV-Netzwerk, 069/95626182/ Fax: -283
rstellt von Doris Hirschmann, konvertiert in HTML Dipl.Ing.FH. Jörg
Bucher
am 11.01.98,