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Jahresbericht 1996
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Zielsetzung umgesetzt in folgenden Bereichen

Fazit


DVV Netzwerk Beruf und Weiterbildung

Koordination des Netzwerks Beruf und Weiterbildung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, länderübergreifende Koordination und Förderung der beruflichen und berufsbezogenen Weiterbildung an Volkshochschulen.


Mit dem DVV Netzwerk Beruf und Weiterbildung, das von den VHS-Landesverbänden seit 1993 gefördert wird, unterstützt der DVV die berufliche und berufsbezogene Weiterbildung an Volkshochschulen. Ziel des Netzwerks ist es, durch die Bündelung und Vernetzung vorhandener Interessen und Kompetenzen das Profil der beruflichen Weiterbildung an VHS zu schärfen. Diese globale Zielsetzung wurde 1996 umgesetzt in den Bereichen


Entwicklung

Das Profil der beruflichen Bildung an VHS ist weiterhin geprägt durch ein differenziertes und umfassendes Angebot im Bereich der EDV-Weiterbildung. Die VHS werden ihre führende Marktposition in diesem Sektor nur behaupten, wenn ihr Weiterbildungsangebot die in diesem Sektor besonders schnell voranschreitenden Produktinnovationen berücksichtigt. Das DVV-Netzwerk unterstützt diese Entwicklung in 1996 mit der Einrichtung einer Arbeitsgruppe, die ein prüfungsbezogenes Kursangebot zum Thema "Büro- und Telekommunikation" entwickeln wird. Ein vorläufiger Rahmenplan wurde zum Jahresende 1996 vorgelegt. Die ersten Pilotkurse werden Anfang 1997 durchgeführt.

Die Arbeiten an den Lehrgangskonzepten im Bereich betriebliches Rechnungswesen wurden mit der Entwicklung von bundesweit gültigen Zeugnissen für die Bereiche Lohn- und Gehaltsabrechnung mit und ohne EDV, Buchführung und EDV-Finanzbuchhaltung vorläufig abgeschlossen. Neben der weiteren Entwicklung des o.g. neuen Lehrgangskonzepts wird sich die Fachgruppe Harmonisierung des DVV-Netzwerkausschusses in 1997 vor allem mit der Revision der prüfungsbezogenen EDV-Angebote beschäftigen.


Information

Seit 1993 gibt der DVV-Netzwerkausschuß einen Informationsdienst zur beruflichen Bildung heraus. Thematisch konzentrierten sich die Ausgaben in 1996 auf die Felder Online-Lernen, Qualitätssicherung, AFG-Reform und innovative Konzepte im Bereich der Beruflichen Weiterbildung.

Neue Wege der Informationsvermittlung ging der Netzwerkausschuß durch den Aufbau eines Online-Informationssystems.

Das DVV-Netzwerk hat mit Unterstützung der Telekom AG eine Möglichkeit zur Präsentation von VHS in T-Online geschaffen. Ca. 50 VHS präsentierten sich in T-Online. Die Angebote können über *vhs# aufgerufen werden.

Daneben konnten über T-Online auch die aktuellen Ausgaben des Netzwerkinfodienstes und weitere Informationen abgerufen werden.

Zusätzlich eingerichtet wurde ein Mailserver über den Informationen zum Thema Online und Weiterbildung distribuiert werden. Ca. 70 Einrichtungen und Personen aus dem VHS-Umfeld sind an den Server angeschlossen.

In 1997 wird der DVV-Netzwerkausschuß diese neuen Online-Aktivitäten bewerten und über Konsequenzen für die zukünftige Nutzung dieses Mediums beraten.

Fortbildung/Informationsveranstaltungen

Zu Beginn des Jahres 1996 veranstaltete das DVV-Netzwerk in Kooperation mit dem DIE/DVV eine Fachkonferenz zur Beruflichen Weiterbildung. Die Fachkonferenz beschäftigte sich mit dem Thema Multimedia und Lernen. Präsentiert wurden Einschätzungen und Ergebnisse aus Sicht der Wissenschaft, der Weiterbildungsträger und der Industrie.

Eine Veranstaltung auf dem VHS-Tag in Leipzig, die von der Netzwerkkoordinierungsstelle inhaltlich und organisatorisch verantwortet wurde, knüpfte an die Diskussion auf der Fachbereichskonferenz an. Neue Möglichkeiten des Online- und Multimedialernens präsentierten dort VHS, Weiterbildungsträger und Geschäftspartner des DVV-Netzwerks. Auf besonderes Interesse stieß dabei ein Vortrag von Dr. Garbe (Dt. Telekom AG), der die Online-Plattform der Telekom Global Learning skizzierte.

Erste Ergebnisse zum Thema Telelernprodukte wurden auf einer Fachkonferenz des Projektes Europool in Witten vorgestellt, an der das DVV-Netzwerk beratend beteiligt war. Getestet wurden multimediale Lernprodukte aus dem EDV-Sektor und aus dem Bereich des Sprachenlernens.

Neben dem Thema Multimedia wurden vom DVV Netzwerk auch Fragen der Qualitätssicherung aufgegriffen. So wurde beispielsweise in Kooperation mit der Universität Bamberg eine Veranstaltung zu Fragen des Qualitätsmanagements in der Weiterbildung durchgeführt. Das Hauptreferat auf dieser mit ca. 160 Teilnehmern aus Industrie, Weiterbildung und Wissenschaft sehr gut besuchten Veranstaltung hielt ein Vertreter des DVV-Netzwerks.

Zur Unterstützung der Entwickler von EDV-Anwenderprüfungen im EDV-Bereich initiierte das DVV-Netzwerk in Kooperation mit den VHS-Landesverbänden eine Fortbildung. Diskutiert wurden gemeinsame Prüfungsstandards und Innovationen im Bereich der Prüfungsorganisation (z.B. Online-Prüfungen.)


Öffentlichkeitsarbeit

Um das Profil und die Kompetenz der VHS in der beruflichen Weiterbildung öffentlichkeitswirksam darzustellen, richtete das DVV-Netzwerk in Kooperation mit den VHS-Landesverbänden eine Arbeitsgruppe ein, die ein Konzept für eine Imagebroschüre zur beruflichen Bildung an VHS entwickelte. Die Imagebroschüre stieß bei den VHS auf große Resonanz. Die VHS haben in 1996 beim DVV-Netzwerk mehr als 70.000 Exemplare angefordert. In Fortsetzung dieser Aktivitäten wurden von der Fachgruppe Harmonisierung des DVV-Netzwerks Vorschläge für ein einheitliches Layout von Teilnehmerunterlagen in VHS-Kursen entwickelt. Ende 1996 wurden die Entwürfe verabschiedet. Die Layoutrichtlinien wurden den VHS-Landesverbänden und den Kooperationspartnern der VHS-Landesverbände (z.B.Verlage) zur Verfügung gestellt. Auch die VHS können die Vorschläge über das DVV-Netzwerk beziehen.

Parallel zur Imagebroschüre hat die AG auch Vorschläge für eine Plakatserie zur Beruflichen Weiterbildung erarbeitet, die abgestimmt auf die Konzeption der Imagebroschüre, die Leistungsfähigkeit der Beruflichen Bildung an VHS herausstellt. Die Plakatentwürfe wurden in der DVV-Netzwerkausschußsitzung am 11.10.96 in Kassel vorgestellt und stehen den VHS Anfang 1997 zur Verfügung.

Für die Microsoft anerkannten VHS wurde ein Großplakat für die Außenwerbung (3,60 Meter x 2,60 Meter) entwickelt, das von den VHS rege nachgefragt wurde.


Service

Von besonderer Bedeutung für die Volkshochschulen sind die Kooperationsverträge des Deutschen Volkshochschul-Verbandes mit Industrieunternehmen. Mit der Firma Microsoft wurde in 1995 eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, die neben dem kostengünstigen Bezug von Microsoft-Produkten auch eine Zusammenarbeit bei der Durchführung von Fortbildungen vorsieht. In 1996 wurde der Rahmenvertrag zur Anerkennung von VHS als Microsoft anerkannte Weiterbildungszentren (MAZ) erneuert und in einigen Punkten verändert. So werden nun u.a. höhere Maßstäbe an die Hardwareausstattung der VHS angelegt. Während in der ersten Antragsrunde 1994 rund 160 VHS anerkannt wurden, konnten jetzt ca. 200 VHS zertifiziert werden. Das DVV-Netzwerk strebt auch eine Verbesserung des Services für die anerkannten VHS an. Es zeichnet sich ab, daß für die anerkannten VHS in 1997 eine verbesserte Informationsinfrastruktur, professionelle Öffentlichkeitsmaterialien, Testversionen von aktueller Software und besondere Fortbildungsmöglichkeiten geschaffen werden können.

Erweitert wurde auch der Kooperationsvertrag mit der ets GmbH zum Bezug von kaufmännischer Anwendungssoftware (KHK-Software).


Fazit

Will man nach drei Jahren Netzwerkarbeit ein erstes Fazit ziehen, so läßt sich sagen, daß das DVV-Netzwerk durchaus wichtige Teilziele erreicht hat. Für viele VHS ist das DVV-Netzwerk ein direkter Ansprechpartner für konkrete Dienstleistungen geworden. So haben mittlerweile mehr als 600 VHS Serviceleistungen abgefragt. Durch Bündelung der Marktmacht von VHS konnte auch finanziell enorme Einspareffekte erzielt werden. So haben VHS, Landesverbände und Institute des DVV allein durch den Selectvertrag des DVV mit der Firma Microsoft in den vergangenen drei Jahren mehr als vier Millionen DM Softwarekosten gespart.

Auch im Bereich der Harmonisierung von Lehrgangskonzepten konnten Fortschritte erzielt werden. Positiv wirkt sich hier die konstruktive Zusammenarbeit zwischen dem Netzwerkausschuß und dem Arbeitskreis der Landesverbandsreferenten für Berufliche Bildung aus.

Für viele VHS-Landesverbände ist der Netzwerkinfodienst eine wichtige Informationsquelle und ein wichtiger Ansatzpunkt für eine bundesweite VHS-Identitätsbildung.

Last but not least sei an dieser Stelle auch vermerkt, daß das DVV-Netzwerk seit Mitte des Jahres 1996 unter veränderten Bedingungen arbeitet. Im Zuge der DVV-Strukturreform wurde das DVV-Netzwerk der DVV-Geschäftsstelle zugeordnet. Damit wird deutlich herausgestellt, daß das DVV-Netzwerk eine unmittelbare Dienstleistung des DVV ist. Gleichzeitig blieb das DVV-Netzwerk örtlich in Frankfurt im Hause des DIE/DVV angesiedelt und kann so die Infrastruktur des Instituts konstruktiv für die Netzwerkarbeit nutzen.


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Erstellt von Doris Hirschmann, konvertiert in HTML Dipl.Ing.FH. Jörg Bucher
am 15.09.1997,